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Überflutungsnachweis - Strassenprofilmethode (1. Detailierungsebene)

Zur Verfeinerung des Berechnungsergebnisses werden in der 1. Detaillierungsstufe zusätzlich zum Kanalnetz Straßenprofile an der Oberfläche berücksichtigt.

Dabei werden an den Schächten nach oben offene Profile angeschlossen, welche hinsichtlich Lage, Breite, Höhe und Neigung an die vorhandene Straßengeometrie bzw. an die Hauptfließwege der Oberflächen angeglichen werden. Die Erzeugung dieser Straßenprofile erfolgt weitestgehend automatisiert. Dabei wird auf vorhandene Informationen wie angeschlossene Straßenfläche, Deckelhöhe des Schachtes und Haltungslänge aufgesetzt. Manuelle Nachbearbeitungen werden auf ein Minimum reduziert. Durch die Verwendung unterschiedlicher vordefinierter bzw. frei gestaltbarer Profile kann praktisch jeder Fließweg der Oberfläche nachgebildet werden.

Überflutungsnachweis - Strassenprofilmethode
Straßenprofilmethode – Kopplung von Fließwegen der Oberfläche mit dem Kanalsystem

Wird mittels des so erweiterten Systems die hydraulische Berechnung erneut durchgeführt, so werden die Straßenprofile wie ein zusätzliches Entwässerungsnetz berücksichtigt, welchem über die Austauschpunkte zwischen Kanal und Oberfläche Wasser zufließt bzw. entzogen wird (vollständig bi-direktional gekoppeltes 1D/1D-Modell). Damit wird ein Manko der reinen Überstauberechnung, durch Verfolgung des Oberflächenabflusses im Straßenkörper behoben. Dadurch lässt sich feststellen, ob das überstaute Wasser schadlos innerhalb der Straßenprofile abgeführt und an welcher Stelle es wieder der Kanalisation zugeführt werden kann. Solange der beim Abfluss berechnete Wasserstand innerhalb der zur Verfügung stehenden Profilhöhe (entspricht i. d. R. der niedrigsten Bordsteinkante) bleibt, kann von keiner unmittelbaren Gefährdung der angrenzenden Bebauung ausgegangen werden.Dadurch können die kritischen Bereiche, unter Berücksichtigung des stetigen Austausches zwischen Oberfläche und Kanal, weiter eingeengt und deren Anzahl reduziert werden. Kommt es zu einem Austritt von Wasser aus dem Straßenprofil, ist eine eindimensionale Betrachtung des Oberflächenabflusses nicht mehr sinnvoll möglich. Ist diese Anwendungsgrenze jedoch eingehalten, kann die rechnerische Überprüfung als prinzipiell erbracht angesehen werden.

Verläßt das Wasser jedoch die Straßenprofile, so muss die nächste Detaillierungsstufe genutzt werden, die sogenannte Gitternetzmethode.